Startseite  |  Presse  |  Newsletter  |  Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz
Technik

Teamtreff Montag 15.01.2018

„Mal ordentlich Druck machen“


Wasser in seinem bekannten, flüssigen Aggregatzustand ist nicht komprimiert und verhält sich oberhalb von 4 Grad Celsius wie normale Flüssigkeiten. Es dehnt sich also bei Temperaturanstieg aus. Unterhalb von 4 Grad Celsius zieht es sich sich aber nicht zusammen, sondern dehnt sich ebenfalls aus. Diese Eigenschaft nennt man „Anomalie des Wassers“. Jeder, der schon einmal im Winter eine Glasflasche mit Wasser bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius stehen lassen hat, konnte am nächsten Tag die Scherben aufsammeln, weil das gefrorene Wasser soviel Druck erzeugte, dass die Flasche platzte. Technisch nutzt man diese Eigenschaft beispielsweise, um Gestein zu sprengen indem man Wasser in Bohrlöcher drückt und es im Anschluss vereist.

Wird Wasser über 100 Grad Celsius erhitzt, wird es dampfförmig. Es dehnt sich aus und erzeugt so Druck, den man z.B. zum Betrieb von Dampfmaschinen nutzen kann.

Druck erzeugt aber auch die Höhe einer Wassersäule durch ihr Gewicht. Deshalb wurden früher Wassertürme gebaut, um das Trinkwasser in die Leitungsnetze und zum Verbraucher zu transportieren. Noch heute kann man diese Zeitzeugen moderner Wasserversorgung im Stadtbild Berlins finden, zum Teil als Museum oder als umgebaute Wohnung.
Im Experiment wurden Druckunterschiede beobachtet, die das Ansaugen (durch Unterdruck) oder das Heben von Wasser (durch Überdruck) verdeutlichten. Beides wird bei der Trinkwassergewinnung und der Verteilung in Form von Vakuumpumpen und Druckerhöhungsstationen durch Pumpen genutzt.
In Vorbereitung auf den Besuch im Wasserwerk Friedrichshagen, ging es zusätzlich um die Verteilung des Wassers auf die Haushalte. Zum Abschluss konnte die Gruppe noch mit den faszinierenden alten Dampfmaschinen des Teams Physik experimentieren.

nach oben