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Physik

Teamtreff Dienstag 20.02.2018

Ein Tag am und mit Wasser


Dies sollte ein spannender und langer „Arbeitstag“ für die Interessierten SchülerInnen werden. Start war am Museum „Altes Wasserwerk“. Die Führung begann mit einem geschichtlichen Abriss der Wasserversorgung Berlins und führte anschließend in den großen Maschinensaal. Hier waren, im Gegensatz zu unseren Spielzeugmaschinen, riesige senkrecht montierte Dampfmaschinen zu sehen. Schon das 5 Meter große Schwungrad ließ erahnen, welche Kraft eine solche Maschine entwickeln kann.
In Betrieb genommen (per Elektroantrieb), setzte sich ein Koloss mit immenser Geräuschkulisse in Bewegung. Wie viel Lärm hier einmal geherrscht haben muss, wenn alle Maschinen in Betrieb waren, kann man nur schwer fassen.
Um die Dampfmaschinen betreiben zu können, gab es einen Schiffsanlegeplatz direkt am Wasserwerk und eine Schienenbahn, welche die Kohle direkt zum Heizhaus beförderte.

Natürlich gehört viel mehr als nur eine Dampfmaschine zu einem solchen Wasserwerk, sie waren aber die Antriebsquelle für die Pumpen. Und so führte der Rundgang zum Pumpenhaus, in dem alle Brunnen zusammengeführt wurden. Dort war für alle sichtbar, in welchem großen Radius die Brunnen verteilt sind. Spannend war ebenfalls die neue Pumpenhalle, in der riesige elektrische Pumpen installiert waren. Jede der 8 Pumpen hatte eine Leistung von 160 kW.

Immerhin könnten damit 80 Kaffeemaschinen oder Waschmaschinen mit 2 kW betrieben werden. Durch den Umbau des gesamten Wasserwerkes und die Stilllegung des alten Wasserwerkes sind auch sie jetzt Museum. Natürlich gab es noch viel mehr zu sehen und zu bestaunen, auch unterhalb der Maschinenhalle. Ein Besuch ist jedem technisch Interessierten nur zu empfehlen!

Bei sonnigem, aber kaltem Wetter war dann erst einmal eine Stärkung angesagt, um danach mit Frau Voss von den Berliner Wasserbetrieben die zweite Runde einzuläuten. Hier ging es ins neue Wasserwerk, das größte der neun Wasserwerke Berlins, zu den Filteranlagen, der modernen Wasseraufbereitung und Verteilung des Trinkwassers. Die TeilnehmerInnen erfuhren, dass in Berlin rund 7.917 km Wasserleitung verlegt sind, die knapp 300.000 Hausanschlüsse und 70.000 Hydranten versorgen. Dabei können bis zu 1,1 Mio qm Wasser täglich bereitgestellt werden.
Ebenso war die Abwasserentsorgung ein Thema und der Aufwand, der betrieben werden muss, um das Abwasser über riesige Entfernungen in die Klärwerke zu pumpen. Die „Physiker“ unter den Schülerinnen konnten erklären, warum die großen Abwasserkanäle eine so sonderbare eiförmige Bauform haben.

Die Tour war gegen 15 Uhr zu Ende und alle sehr beeindruckt, aber müde ...













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